Tatort Hochschule
Drei Tage lang in die Rolle von Ermittlerinnen und Ermittlern schlüpfen, moderne Analysemethoden kennenlernen und Hochschulluft schnuppern: Diese besondere Gelegenheit bot das regionale MINT-EC-Camp „Campus Crime Lab – Forensik zum Anfassen“ an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg am Campus Rheinbach. Insgesamt nahmen 16 Schülerinnen und Schüler aus dem regionalen Netzwerk der MINT-EC-Schulen Bonn – Rhein-Sieg – Ahr teil, darunter drei Schülerinnen und Schüler des Peter-Joerres-Gymnasiums.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie naturwissenschaftliche Methoden dabei helfen können, Kriminalfälle aufzuklären. Bereits am ersten Tag erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in die Welt der Materialwissenschaften. Nach einer Einführung und einem Kennenlernen mit Studierenden der Hochschule folgte die Vorlesung „Forensische Schadensanalyse im Personenverkehr“ von Prof. Dr. Johannes Steinhaus. Anschließend untersuchten die Teilnehmenden in den Laboren selbst Spuren und Materialien und lernten, wie materialwissenschaftliche Verfahren in der Forensik eingesetzt werden.
Der zweite Camp-Tag stand ganz im Zeichen der Biologie. In Laborübungen untersuchten die Jugendlichen biologische Proben und erhielten Einblicke in moderne biologisch-forensische Methoden. Besonders die DNA-Analysen und die praktische Arbeit im Labor hinterließen bei vielen Teilnehmenden einen nachhaltigen Eindruck. Dies spiegelte sich auch im Feedback wider, in dem die biologische Forschung und die DNA-Analyse mehrfach als besondere Highlights genannt wurden.
Am dritten Tag rückte die analytische Chemie in den Fokus. Nach der Vorlesung „Ein Prof auf Koks“ von Prof. Dr. Jürgen Pomp arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an einem forensischen Fall und nutzten chemische Analyseverfahren, um Spuren auszuwerten und Erkenntnisse zu gewinnen. So wurde deutlich, wie eng Materialwissenschaften, Biologie und Chemie bei der Aufklärung realer Kriminalfälle zusammenwirken.
Neben den fachlichen Inhalten kam auch das Gemeinschaftserlebnis nicht zu kurz. Besonders ein Krimidinner am Abend sorgte für Abwechslung und bot ungezwungene Gelegenheiten zum Austausch zwischen den Teilnehmenden der verschiedenen Schulen.
Möglich wurde das dreitägige Camp mit Übernachtung durch die großzügige Förderung der Berdelle-Hilge-Stiftung, die insbesondere schulübergreifende MINT-Projekte an der Schnittstelle zwischen Schule und Hochschule unterstützt. Dank dieser Förderung konnten die Teilnehmenden nicht nur ein außergewöhnliches fachliches Programm erleben, sondern auch die besondere Atmosphäre eines dreitägigen Hochschulcamps mit Rahmenprogramm genießen. Organisiert wurde das Camp von Schulseite aus von der MINT-Koordinatorin des PJG, Andrea Karlein, die Leitung an der Hochschule hatte Frau Prof. Dr. Mandy Gieler.
Dass das Camp ein voller Erfolg war, zeigt das abschließende Feedback: Alle Teilnehmenden würden das Camp weiterempfehlen und betonten, dass das Camp ihre Studien- und Berufsorientierung im MINT-Bereich gestärkt habe.
Das PJG freut sich, Teil dieses gelungenen regionalen MINT-EC-Angebots gewesen zu sein. Ein besonderer Dank gilt der Berdelle-Hilge-Stiftung für die Finanzierung des Camps sowie allen Beteiligten der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die den Schülerinnen und Schülern eindrucksvolle Einblicke in die Welt der forensischen Wissenschaften ermöglicht haben.

