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Selbst übersetzen oder schnell die KI fragen?

Landeswettbewerb Latein

Beim diesjährigen Landeswettbewerb Certamen Rheno Palatinum haben 5 Schüler des Leistungskurses Latein (MSS 12) erfolgreich die 2. Runde erreicht.

 

In der ersten Runde mussten die Schüler einen Text von Plinius dem Jüngeren bearbeiten, in dem er das Übersetzen – damals noch vom Griechischen ins Lateinische und umgekehrt- ausdrücklich empfiehlt.

Diese Übung trainiere, so Plinius, die Ausdrucksform, das Durchdringen von Argumentationsketten und das präzise Formulieren eigener Gedanken.

Sein Fazit: Die Mühe lohnt sich, denn dem Übersetzenden entgehe nichts so leicht wie dem Lesenden!

Dieses Bildungsprogramm der Antike sollte mit den Fähigkeiten der modernen KI verglichen und hinterfragt werden. Plinius` Überzeugung, dass eigenes Schreiben und Übersetzen zur Schärfung des Geistes und zum strukturierten Denken führt, stehen große Sprachmodelle gegenüber, die weder Bewusstsein noch Wahrheitsbezug besitzen, Texte aber schnell generieren können. Ein spannender Vergleich!

 

Herzlichen Glückwunsch an Till Becker, Malte Gardlo, Julian Köhler, Philip Laudani und Roman Windscheif!