Gemeinsam hoch hinaus
Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Jens Bongartz (Campus Remagen, Hochschule Koblenz) wagten wir in diesem Schuljahr ein außergewöhnliches Abenteuer: Ein gemeinsamer Stratosphärenflug – kurz Stratoflight – mit selbst entwickelter Sensorik, viel Teamgeist und jeder Menge Forscherdrang.
Beteiligte Schulen und Teamarbeit
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- Vier Schüler unseres 12er Mathematik-Leistungskurses: Till Becker, Oskar Binder, Younis Choucair und Roman Windscheif
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- Vier SchülerInnen eines Projektkurses des EMA-Gymnasiums Bonn, mit dem wir im Netzwerk der MINT-EC-Schulen zusammenarbeiten
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- Betreuung und Expertise: Campus Remagen der Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Jens Bongartz und Kollegen
In drei intensiven Vorbereitungstreffen wurden Aufgaben verteilt, Flug- und Bergungsstrategie geplant und – als Herzstück – eigene Messwertsonden (Cosmic-Watch) konstruiert und zusammengebaut. Dabei standen Datenerfassung zu Ozonwerten und UV-Strahlung, aber auch die robuste Stromversorgung, Gehäusedämmung und die zuverlässige Datenaufzeichnung im Fokus.
Forschung zum Anfassen: Facharbeiten in Mathe und Physik
Zwei unserer Schüler verfassen begleitend Facharbeiten in Mathematik und Physik, deren Ziel es ist, Messwerte mit Atmosphärenmodellen abzugleichen, Höhenprofile zu beschreiben und Zusammenhänge zwischen Strahlungsintensität, Ozonanteil und Temperatur zu untersuchen. Das Projekt öffnet den Schülern ein breites Lernfeld:
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- Wissenschaftliches Arbeiten von der Hypothese bis zur Datenauswertung
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- Ingenieurspraxis: Von der Sensorintegration bis zur Wetterballon-Mission
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- Projektmanagement, Teamkommunikation und Entscheidungsfindung unter Zeitdruck
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- Reale Feldarbeit: Navigation, Suchkoordination und sichere Bergung
Der Flugtag: Von der Countdown-Spannung bis zur Bergung im Wald
Der Start am Mittwoch nach den Osterferien verlief planmäßig – Heliumballon gefüllt, Nutzlast gesichert, letzte Checks, dann Aufstieg. Rund 1,5 Stunden nach dem Lift-off machten wir uns im Begleitteam auf den Weg, um dem Ballon per GPS zu folgen. Die Positionsdaten aktualisierten sich im Fünf-Minuten-Takt, sodass wir die Route zuverlässig nachverfolgen konnten.
In etwa 35,5 Kilometern Höhe platzte der Ballon planmäßig. Dann wurde es richtig spannend: Die letzte Positionsmeldung blieb aus. Wir suchten systematisch die vermutete Landezone ab – unterstützt durch eine Drohne, die Übersicht über das unwegsame Waldgebiet verschaffte. Nach zwei Stunden intensiver Suche hatten wir Erfolg: Die Nutzlast war gefunden – allerdings 25 Meter hoch in einer Baumkrone. Ein professioneller Baumkletterer sicherte einige Tage später schließlich die Bergung. Sensoren-Box und Daten waren heil – ein großer Moment der Erleichterung und Freude im Team!
Eindrücke in Bildern
Zum Artikel zeigen wir:
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- Den Moment des Starts
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- Einen Blick aus rund 35 km Höhe kurz vor dem Platzen des Ballons
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- Die geflogene Route
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- Die Sensoren-Box mit den selbstgebauten Messwertsonden
Dank und Ausblick
Unser Dank gilt Prof. Dr. Jens Bongartz und seinen Kollegen vom Campus Remagen der Hochschule Koblenz für die fachliche Begleitung, den beteiligten Lehrkräften beider Schulen, Frau Dr. Vera Wethcamp vom EMA und Frau Andrea Karlein vom PJG, sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern. Die Auswertung der Daten läuft – wir sind gespannt auf die Ergebnisse.
Gemeinsam haben wir gezeigt: Lernen kann wirklich Grenzen sprengen – manchmal bis in die Stratosphäre.



