Tec4Health
Drei Tage lang wurde der Campus Remagen der Hochschule Koblenz zum Experimentierfeld für junge MINT-Talente: Beim regionalen MINT-EC-Camp „Tec4Health“ trafen sich 20 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen des Netzwerks Bonn-Rhein-Sieg-Ahr, um in die spannende Welt der Medizintechnik einzutauchen, Neues auszuprobieren und erste Einblicke in den Hochschulalltag zu gewinnen. Mit dabei waren auch drei PJG-Schülerinnen.
Vom 22. bis 24. September erwartete die Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm aus Workshops, Laborbesuchen und zahlreichen Gelegenheiten zum Austausch. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie moderne Technik dabei helfen kann, Gesundheit zu erforschen, zu messen und zu verbessern.
Forschen, messen und selbst gestalten
Besonders begeistert waren viele Jugendliche vom Workshop „DIY EKG“ mit Prof. Dr. Jens Bongartz. Hier blieb es nicht bei der Theorie: Die Teilnehmenden bauten eigenständig ein EKG-Gerät zusammen, griffen zum Lötkolben und zeichneten anschließend ihre eigenen Herzsignale auf.
Im Workshop „Sprunghöhe messen“ bei Prof. Dr. Lukas Scheef standen Bewegung und Analyse im Fokus. Mithilfe von Kraftmessplatten, Beschleunigungssensoren und Videoaufnahmen gingen die Schülerinnen und Schüler biomechanischen Fragestellungen auf den Grund. So wurde Medizintechnik unmittelbar erlebbar.
Nicht weniger faszinierend war der Bereich Digital Imaging mit Prof. Dr. André Steimers, in dem moderne Bildgebungsverfahren, Hochgeschwindigkeitskameras und Anwendungen der Elektronenmikroskopie kennengelernt werden konnten.
Forschung erleben und Kontakte knüpfen
Ein besonderes Highlight war der Laborrundgang am zweiten Camp-Tag. Dabei öffneten sich die Türen verschiedener Forschungseinrichtungen des Campus und die Teilnehmenden kamen direkt mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch. So wurde deutlich, wie vielfältig und praxisnah Forschung an einer Hochschule sein kann.
Doch nicht nur in den Laboren wurde viel gelernt. Beim gemeinsamen Grillabend entstanden neue Freundschaften und zahlreiche Kontakte zwischen den Schülerinnen und Schülern der unterschiedlichen MINT-EC-Schulen. Der Austausch mit Gleichgesinnten wurde von vielen als einer der schönsten Aspekte des Camps genannt.
Am Ende der drei Tage nahmen die Jugendlichen nicht nur neues Fachwissen mit nach Hause, sondern auch jede Menge Motivation für weitere MINT-Projekte und mögliche Studienwege im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv: Alle Teilnehmenden würden das Camp ihren jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülern weiterempfehlen. Kein Wunder also, dass die beteiligten Professoren und die von Schulseite aus organisierende PJG-MINT-Koordinatorin Andrea Karlein sich direkt für eine Neuauflage des erfolgreichen Formats entschieden haben.

